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                         Satzung der „Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.“

§ 1 Name und Zielsetzung

Die Gemeinschaft „Stadtbild Coburg" eV hat ihren Sitz in Coburg. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung.

Zweck des Vereins ist die Denkmals- und Stadtbildpflege sowie die Stadtplanung und -gestaltung:

Dabei verfolgt er das Ziel, das Coburger Stadtbild in seiner Gesamtheit, insbesondere die historisch gewachsenen Straßen und Plätze des Stadtinnern sowie die einzelnen Bauwerke in ihrer Eigenart zu erhalten und zu pflegen. Baugeschichtlich bedeutet dies keine Beschränkung auf die mittelalterlichen Reste und auf die Stilepochen von der Renaissance bis zum Klassizismus, sondern auch die Einbeziehung, der jüngeren Bauphasen der Stadt wie Neugotik, Gründerzeit und Jugendstil, im Einzelfall auch Bauwerke der Neuzeit.

Im Blickpunkt soll nicht nur das einzelne künstlerisch oder kulturgeschichtlich wertvolle Bauwerk stehen, sondern auch das zugehörige Gebäude-Ensemble, in dessen Zusammenhang die einzelnen Bauwerke erst ihre Wirkung haben. Entsprechend dem Rang von Straße oder Platz im Stadtbild muss dieser Ensemble-Wert auch bei notwendigen Neubauten gewahrt bleiben.

Die Bepflanzung von Plätzen, Wegen und Gärten soll ebenso wie die landschaftlichen Gestaltung der Grünflächen und Parkanlagen bei der Stadtbildgestaltung beachtet werden.

Diese Zielsetzung kann unter den Begriffen Denkmalpflege, Stadtbildgestaltung und Naturschutz zusammengefasst werden.

§ 2 Erfüllung der Aufgaben

(1) Die Ziele des Vereins können nur verwirklicht werden, wenn sie bei den Bürgern und Politikern als wichtige Belange in das Bewusstsein aufgenommen werden.

     Der Satzungszweck wird daher verwirklicht insbesondere durch

·       Veröffentlichungen in den verfügbaren Medien, Vorträge, Stadt-Führungen und öffentliche Diskussionen;

·           Stadtbildfahrten, Prämierung gelungener Renovierungen, Veranstaltung von Altstadtfesten;

·           Beratung, Aufklärung und wo möglich Fortbildung von Handwerkern und Bauherren.

(2) Soweit möglich kann der Satzungszweck bei förderungswürdigen denkmal-pflegerischen Maßnahmen und Arbeiten auch durch finanzielle Mittel verfolgt werden, wie zum Beispiel durch Zuschüsse

·           aus eigenen oder Sponsorenmitteln,

·           zu denkmalsgerechter Erneuerung von Fenstern und Türen,

·           zu Veröffentlichungen und schulischen Arbeiten, die dem Vereinszweck dienen,

·           zu baulichen Untersuchungen, Thermographie oder verformungs-gerechten Aufmaßen und ähnlichen.

·           Bei Gefährdung einzelner Objekte wird sich der Verein je nach der Bedeutung mit allen Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für deren Erhaltung einsetzen; bei fehlender Bereitschaft oder Fähigkeit der Eigentümer, eine notwendige Renovierung oder Sanierung durchzuführen, kann er -falls möglich –das Objekt zur Durchführung der Sanierung erwerben.

§ 3 Zusammenarbeit mit Personen und Organisationen

Der Verein strebt bei der Verfolgung seiner Zwecke strebt die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat, der Stadtverwaltung, der Wohnbaugesellschaft, den Schulen und der Fachhochschule, Der Handwerkskammer und der IHK sowie anderen Personen und Vereinen an, die im In- und Ausland vergleichbare Zwecke verfolgen. Er unterstützt die Arbeit des Heimatpflegers und des Naturschutzbeauftragten und hält Verbindung mit dem Bayer. Landesamt für Denkmalpflege und anderen Einrichtungen entsprechender kultureller Zielsetzung, wie etwa dem Denkmalnetz Bayern.

§ 4 Verwendung der Vereinsmittel

(1) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigen-wirtschaftliche Zwecke.

(2) Die Mittel des Vereins dürfen ausschließlich für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

(3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Vereinszweck fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Bei besonderem Einsatz für die Zwecke des Vereins kann einem Mitglied durch Beschluss des Vorstandes die jeweils gesetzlich zulässige Ehrenamtspauschale gewährt werden.



§ 5 Mitgliedschaft

(1) Sowohl Einzelpersonen als auch Firmen oder Vereinigungen können Mitglieder werden.

(2) Die Aufnahme soll schriftlich beantragt werden. Sie wird vom Vorstand (§ 7 Abs. 1) bestätigt und vollzogen. Die Mitgliedschaft endet durch Austrittserklärung zum Ende des Geschäftsjahres oder durch Tod.

(3) Ausschluss eines Mitgliedes ist nur bei gewichtigen Gründen, insbesondere bei schweren Verstößen gegen die Ziele der Gemeinschaft möglich; die Entscheidung trifft der Gesamtvorstand mit Zweidrittelmehrheit. Eine Berufung des Mitglieds an die Mitgliederversammlung ist zulässig; diese entscheidet unanfechtbar.



§ 6 Beiträge

(1) Der Mindestbeitrag sowohl für Ehepaare als auch für Einzelmitglieder beträgt gleicherweise € 15,00 im Jahr; in Sonderfällen ist der Vorstand zur Beitragsherab-setzung oder zum Beitragserlass ermächtigt.

(2) Firmen und Vereinigungen bestimmen ihren Beitrag über dem Mindestbeitrag selbst.

(3) Noch in Berufsausbildung Stehende (über 16 Jahre), insbesondere auch Schüler und Studenten, erwerben die Mitgliedschaft durch einen einmaligen Aufnahmebeitrag von € 15,00 und bleiben für die Zeit ihrer Ausbildung beitragsfrei.

(4) Über die Änderung der Beiträge entscheidet der Gesamtvorstand. Sie muss von der nächstfolgenden Mitgliederversammlung bestätigt werden.

§ 7 Vorstand und Arbeitsausschuss (Gesamtvorstand)

(1)   Der Vorstand besteht aus dem 1. Vorsitzenden, dem 2. Vorsitzenden und dem Schatzmeister. Sie vertreten den Verein je allein.

(2)   Im Innenverhältnis gilt, dass der 2. Vorsitzende von seiner Vertretungsbefugnis nur Gebrauch machen darf, wenn der 1. Vorsitzende verhindert ist. Der Schatzmeister vertritt nur in Kassenangelegenheiten, bei Gefahr in Verzug nur bei Verhinderung der beiden Vorsitzenden.

(3)   Neben dem Vorstand besteht ein Arbeitsausschuss von höchstens zwölf weiteren Mitgliedern, die für die Schriftführung sowie bestimmte Sonderaufgaben gewählt werden.

(4)   Vorstand und Arbeitsausschuss bilden den Gesamtvorstand. Er gibt sich eine Geschäftsordnung und kann für bestimmte Aufgaben Sonderausschüsse bilden, in denen auch die Mitarbeit Außenstehender möglich ist.

(5)   Für die Abwicklung besonders zeitraubender Verwaltungsaufgaben und sonstiger Aktivitäten, deren Erfüllung den ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern nicht zuzumuten ist, kann durch Vorstandsbeschluss eine bezahlte Hilfskraft eingesetzt werden, die ihre Arbeit unter Verantwortung eines Gesamtvorstandsmitglieds erledigt.

(6)   Der Gesamtvorstand soll einmal im Monat zusammentreten. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.

§ 8 Mitgliederversammlung

(1)   Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden mindestens zehn Tage vor dem Termin und mindestens einmal im Jahr schriftlich oder durch Anzeige in den Tageszeitungen (Neue Presse und Coburger Tageblatt) unter Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen.

(2) Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung sind mindestens fünf Tage vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand einzureichen.

(3) Wenn der Gesamtvorstand es einstimmig beschließt oder ein Drittel der Mitglieder (höchstens jedoch 30 Personen) es schriftlich beantragt, hat ein Mitglied des Vorstandes (§ 7 Abs. 1) binnen 14 Tagen eine außerordentliche Mitgliederver-sammlung einzuberufen.

(4) Die Mitgliederversammlung ist zuständig für

·         die Wahl des Gesamtvorstands,

·         die Entgegennahme des vom Vorstand zu erstattenden Jahres-, Kassen- und Kassenprüfungsberichts,

·         die Entlastung des Vorstands nach Vorlage der Jahresberichte,

·         die Beratung und Beschlussfassung über rechtzeitig eingegangene Anträge sowie die Beschlussfassung über die Zulassung von Anträgen, die aus der Mitte der Mitgliederversammlung eingebracht werden,

·         die Bestätigung der vom Gesamtvorstand beschlossenen Beiträge,

·         die Berufung eines Mitglieds gegen den Ausschlussbeschluss

·         den Beschluss von Satzungsänderungen,

·         die Beschlussfassung über die Auflösung der Gemeinschaft.

(5)      Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig; sie entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit.

Auf Verlangen eines Drittels der Erschienenen ist geheim abzustimmen.

Bei Personalwahlen bestimmt die Versammlung einen Wahlausschuss, bestehend aus drei Mitgliedern.

Die Wahl der Vorstandsmitglieder erfolgt einzeln und geheim. Steht für jedes Vorstandsamt nur ein Bewerber zur Wahl, kann auf Antrag per Akklamation gewählt werden.

Die Mitglieder des Arbeitsausschusses sind einzeln zu wählen; sie können auf Antrag per Akklamation und im Block gewählt werden.

Zu einer Satzungsänderung ist eine Mehrheit von Zweidritteln der Erschienenen erforderlich.

Die Auflösung des Vereins bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln der Vereinsmitglieder; kommt diese Mehrheit in einer Mitgliederversammlung nicht zustande, kann der Versammlungs-leiter nach Ablauf einer halben Stunde eine weitere Mitgliederversammlung ein berufen, in der dann eine Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Mitglieder für die Beschlussfassung erforderlich ist.

(6)   Die Mitglieder des Gesamtvorstandes werden auf die Dauer von drei Jahren gewählt.

Fällt ein Mitglied des Vorstandes während dieser Amtszeit aus, übernimmt das nächste Vorstandsmitglied gem. § 7 Abs.1 dessen Amtsgeschäfte. Fällt ein Mitglied des Gesamtvorstandes während dieser Amtszeit aus, wird ein Nachfolger in der nächsten Mitgliederversammlung gewählt.

§ 9 Niederschriften

Über die Beschlüsse der Vorstandssitzungen und der Mitgliederversammlungen sind Niederschriften anzufertigen, die von einem Mitglied des Gesamtvorstands zu unterzeichnen und vom Vor- sitzenden gegenzuzeichnen sind. Die Niederschriften sollen archiviert und mindestens fünf Jahre lang aufbewahrt werden.

§ 10 Geschäftsjahr

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Erstes Geschäftsjahr war das Jahr 1973.

§ 11 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins muss gem. § 8 Abs. 5 von einer Mitgliederversammlung beschlossen werden, in deren Einladung dieser Tagesordnungspunkt ausdrücklich aufgenommen ist

Das nach der Abwicklung des Vereinsvermögens evtl. verbleibende Restvermögen fällt bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall dessen steuerbegünstigter Zwecke an den Verein der „Förderer der Landesstiftung“ ersatzweise an den Verein der „Altstadtfreunde Nürnberg“, der dieses ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat, oder an das Landesamt für Denkmals-pflege in Bayern zur Verwendung für die Renovierung von Baudenkmälern.

Die erste Vereinssatzung wurde von der Gründungsversammlung am 10. April 1973 beschlossen. Der Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Coburg erfolgte am 5. Okt. 1973.Die vorstehende Neufassung dieser Satzung wurde in der Mitgliederversammlung vom 13.05.2013, die Ergänzung §4 III S. 2 wurde in der Mitgliederversammlung vom 23.05.2014, die Ergänzung zu §11 Abs. II "unmittelbar" wurde in der Mitgliederversammlung vom 21.07.2015 und die Ergänzung in §8 VI Abs. 3 in der Mitgliederversammlung beschlossen.

Adresse: Ernstplatz 12 – Hexenturm – 96450 Coburg
Telefon: 09561-8531173 oder 0171-8040974


Coburg zuliebe - Liebe zu Coburg