Bahnhofstr15

 

Bericht der 1. Vorsitzenden Dr. Eidt zur MV vom 09.05.2016:


1)   Das Jahr 2015 war vor allem geprägt durch die Renovierung des Hexenturms. Das Treppenhaus wurde neugestaltet, alle Büroräume und deren Fenster und Türen neu gestrichen; das „Chefbüro“ bekam eine moderne Gestalt. Der Turm musste ein neues Dach bekommen; der Treppenaufgang, der unbeleuchtet und schief und krumm war, wurde begradigt und bekam eine Briefkastenanlage. Vor allem aber bekam der Saal einen neuen Parkettboden mit Bodenheizung und einer vollständig neuen Sprechanlage.  

            Im 1. OG ließen wir die beiden Ateliers zur Vermietung renovieren.

Das Grünflächenamt hat nun begonnen, auch den Vorgarten vor unserem Hexenturm neu zu gestalten. Dafür mein besonderer Dank. Ich bin allerdings mit Frau Zinoni und Herrn Ledermann noch im Gespräch, denn wir würden uns freuen, wenn auch die zweite Eibe vor dem Treppenaufgang noch gefällt würde, wie ursprünglich vereinbart. Denn zu Recht haben unsere Architekten beklagt, dass nun die für dieses Denkmal bestimmende Symmetrie gestört ist. Vielleicht wird nun die zweite Eibe doch im Herbst noch gefällt und durch die Magnolie ersetzt, deren Finanzierung wir zugesagt haben.

2)   Das ganze Jahr über lief unser Sanierungsprogramm mit der Spende von Frau Volkmann und Herrn Stoschek, dessen gestalterische Auswirkungen man nun in der Stadt beobachten kann. Im Jahr 2016 führen wir das weiter; eine der umfangreichsten Sanierungen steht im Oberen Bürglaß an. Mit einer gewissen Zeitverzögerung wegen Unstimmigkeiten in der Planung werden wir hoffentlich in diesem Sommer auch das Projekt abschließen.

Ich hätte nichts dagegen, wenn wir dieses Sanierungsprogramm zum Abschluss bringen könnten, denn ich bin dadurch mit nunmehr 217 Projekten zeitlich fast so eingespannt wie in meiner früheren Anwaltstätigkeit.

3)   Im Garten des Rückerthauses veranstalteten wir ein kleines Sommerfest, wobei wir beabsichtigen, auch künftig in den Gebäuden, deren Renovierung wir unterstützt haben, solche Feste zu veranstalten. Damit können sich die Mitglieder von den Leistungen überzeugen, die unser Verein ständig erbringt.

4)   Eine sonst übliche Stadtbildfahrt im Herbst konnte nicht durchgeführt werden, weil die Erkrankung unseres Stephan Zapf ihn an der Planung hinderte und eine Alternative versucht, aber zeitlich nicht mehr abgeschlossen werden konnte.

5)   Im November kauften wir von der Wohnbau GmbH das Haus Victoriastr. 10. Es soll renoviert und vermietet werden, um die Finanzierung des Hexenturms sicherzustellen und künftig Einnahmen für weitere Renovierungsmaßnahmen zu erzielen. Ich bin gerade dabei, eine durch Städtebau-Förderung vergünstigte Finanzierung mit der Regierung von Oberfranken zu erreichen. Leiser erfordert dies sehr viel Bürokratie und Schreibarbeit, ist aber auf einem guten Weg. Eine Besprechung in Bayreuth mit der dort zuständigen Sachbearbeiterin findet wahrscheinlich am 20.05. statt.

Mein Plan, die Innenräume noch im Winter und jetzt im Frühjahr dann die Außenfassade herzustellen, um ab Mai/Juni 2016 zu vermieten, scheiterte an einem Wasserrohrbruch, der das gesamte Innere des Hauses durch das Auslaufen von ca. 20 cbm Wasser zerstörte, so dass wir jetzt innen praktisch einen Neubau errichten müssen. Zur Zeit steht nur noch das Fachwerkgerüst im Haus.

Nicht ganz einfach sind hier die Verhandlungen, die ich mit der Gebäudeversicherung führe, um die ca. 70.000,00 € teure Trockenlegung ersetzt zu bekommen.

6)   Wir sind sehr aktiv bei den Bemühungen, weitere Gebäude in Coburg zu illuminieren. Behindert wird dies dadurch, dass in der Stadt Coburg im Gegensatz zu vielen anderen Städten in unserer Nachbarschaft, bisher noch ein Masterplan fehlt, obwohl die Stadt diesen mit einem Zuschuss von 60 % der Kosten erstellen könnte. 
Zuständig ist für diese Aktionen als „Luzifer“ (= Lichtbringer) unser Freund Werner Weiß.

7)   Eine wichtige Änderung wird es geben: unser Kassierer Dr. Michael Glodschei hat sich nach dem Ausscheiden des Herrn Schmelz intensiv zusammen mit seiner Sekretärin an die Neuordnung der Mitgliederliste und der Finanzen gemacht. Hierfür sind wir ihm sehr dankbar.

Jedoch war er mit der Erfüllung der Sanierungszusagen, d.h. durch die Auszahlungen der Rechnungen und Zuschüssen, neben seiner vollen Berufstätigkeit zeitlich so schwer belastet, dass er gebeten hat, ihn als Kassierer abzulösen. Dem haben wir mit Bedauern zugestimmt. Glücklicherweise erfuhren wir, dass unser Mitglied Helmut Raab in diesem Jahr als Buchhalter bei seiner bisherigen Stelle in Pension geht. Und er ist dankeswerter Weise bereit, dann als Rentner diese aufopferungsvolle Tätigkeit zu übernehmen. Auch hierzu meinen besten Dank. Wir werden ihn im Folgenden als 3. Vorsitzenden und Kassierer wählen können.

8)   Ausblick: am 5.6. fahren wir nach Nürnberg, um die Initiative für die Erhaltung des Jugendstil Volksbades zu unterstützen und anschließend mit den Altstadtfreunden deren Renovierungen zu besichtigen. Besonders interessant wird sicher die Besichtigung und Diskussion um das Pellerhaus sein, für dessen Rekonstruktion die „Altstadtfreunde Nürnberg“ und vor allem deren 1. Vorsitzender Enderle viel Engagement aufbringen.

Statt einer größeren Herbstfahrt werden wir evtl. wieder mehrere kleine Sommerfeste und Besichtigungen durchführen, z B eine Fahrt nach Schmalkalden, nach Gotha und/oder München zur Besichtigung der dortigen renovierten Jugendstilbäder.

Mit der Stadt Coburg führen wir wie jedes Jahr die Fassadenprämierung voraussichtlich Anfang Juni durch.

9)   Schließlich noch eine Anmerkung in eigener Sache: in diesem Jahr bin ich – wie ich selbst mit einem gewissen Schreck feststellen mußte – im Bund Naturschutz, in dem Förderverein für das Schäfereimuseum in Ahorn, in einem Reitverein für 40jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Dabei stellte ich fest, dass ich im März 2016 auch hier im „Stadtbild“ seit nunmehr 40 Jahren 1. Vorsitzender bin. Einen umfangreichen Bericht hat die Neue gebracht.

Die letzten Jahre haben vor allem durch das Sanierungsprogramm Stoschek/Volkmann und jetzt die Bauherrentätigkeit in der Victoriastr. 10 eine immense Arbeitsbelastung gebracht, die mich zeitweise neben meinen anderen Engagements (als Vorsitzender des Reitvereins, als Teilzeit-Rechtsanwalt, als Stadtrat und bei meinen jetzt ziemlich umfangreichen schriftlichen Arbeiten z.B. Club der Seltenen, Geschichte des Alexandrinenbades, Biographie meiner Familie) an meine auch gesundheitlichen Grenzen geführt hat. Ich bin deswegen dabei, meinen „Nachlass“ im Stadtbild zu ordnen und überschaubarer zu machen, um einem evtl. Nachfolger die Arbeit zu erleichtern. 
Ich hoffe sehr, dass sich vielleicht unter den neu hinzugekommenen jüngeren Mitgliedern jemand findet, der sich für diese Tätigkeit begeistern lässt und bereit ist, den Vorsitz zu übernehmen.

Ich möchte jedoch diese Ausführungen nicht abschließen, ohne all denen zu danken, die immer wieder bereit sind, ehrenamtlich nicht nur mit Rat, sondern  vor allem auch mit der Tat dieses für unsere Stadt nutzbringende Engagement zu unterstützen.

Dr. Hans-Heinrich Eidt
1. Vorsitzender