schnuerspavillon

 

Am Montag befasste sich die Stadtbildrunde mit der Stellungnahme der „Initiative pro Coburg“ und mit den Erklärungen des neuen Vorsitzenden Uwe Meyer.

 

Die Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. hat das Bürgerbegehren gegen den zentralen Omnibusparkplatz am Josiasplatz unterstützt und ist auch heute noch skeptisch hinsichtlich der grundlegenden Ideen nun einen Rendezvousplatz einzurichten.

Es soll nicht verkannt werden, daß in der heutigen Situation die Benutzer der Busse nahe an den Stadtkern herangeführt werden sollen, nachdem der Marktplatz nicht mehr als zentraler Bußbahnhof zur Verfügung steht. Dennoch ist für die Funktionen, die dem Josiasplatz zugeschrieben werden, ein zentraler Omnibusbahnhof am Bahnhof/Lossaustraße notwendig. Insoweit scheinen die Planungen der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der HUK-Coburg das richtige Ziel zu verfolgen. Wer mit dem Bus nicht die in Innenstadt, sondern in die Außenbezirke will, muß nicht unbedingt am Rand der Innenstand umsteigen. Dies kann ebenso an einem ZOB am Bahnhof erfolgen, wie auch die Standzeiten der Busse dort konzentriert werden müssten. Dabei muß kein monströser Platz geschaffen werden, dessen Kosten in die Millionen gehen. Sicher genügen einige Bussteige und ein kleineres Gebäude z. B. für den Kartenverkauf und die Information.

Die Konsequenz daraus ist, daß keineswegs alle Buslinien über den Josiasplatz geführt werden müssen, sondern nur die, die eine Erschließungsfunktion für die Innenstadt haben.

Wenn das Konzept eines Ringverkehrs um die Altstadt verworfen wurde, erscheint es weiterhin sinnvoll, die Busse an verschiedenen innenstadtnahen Punkten halten zu lassen, von denen aus der Markt ohne weiteres zu erreichen ist, nämlich im wesentlichen der Josiasplatz und der Albertsplatz, z. B. aber auch der Ernstplatz, an dem schon ausreichend Abbiegespuren vorhanden sind. Damit kann die Situation an den nun auseinandergezogenen Haltepunkten Mohrenstraße und Josiasplatz entschärft und bewältigt werden. Die von Anwohnern vorgeschlagene Umgestaltung der Grünanlage ist dabei sicher nicht falsch. Die Busse könnten entlang der Betonmauer des Josiasgartens geführt werden. Damit wäre auch eine einigermaßen gerade Linie von der Georgengasse bis zum Theater gewährleistet, während der begrünte Bereich vor die Häuserfront verlegt werden müßte. Da dann die Busse auch nicht mehr vor der Coburger Bank einschwenken müssen, könnte das prächtige Gebäude dieser Bank auch mit einem entsprechenden Vorplatz versehen werden, der dann in die Grünlage übergehen könnte.

Voraussetzung hierfür ist und bleibt, daß die Busse nicht ihre Wartezeiten – im Winter verständlicherweise mit laufendem Motor – auf dem Josisplatz verbringen und daß eben nicht alle Buslinien hier durchgeführt werden.

Nicht vermieden wird die gefährliche Engstelle des Georgengäßchens, jedoch wird die Situation entschärft, wenn nur noch die den Innenstadtbereich bedienenden Busse diese Durchfahrt benutzen müssen. Eine immer wieder in der Diskussion geforderte „sensible Lösung“ müßte diesen Grundgedanken berücksichtigen. Die Initiative „Pro Coburg“ muß sich jedoch fragen lassen, ob sie nicht entsprechend ihrer Entstehung als Unterstützung für „Pro Com“ ohne Rücksicht auf den Charme unserer Altstadt Forderungen stellt, so wie sie mit der von ihr unterstützten  überdimensionierten Einkaufsmöglichkeiten auf der Lauterer Höhe die Einkaufsmöglichkeiten und Geschäfte in der Innenstadt gefährden wollte.

Wenn sensible Lösungen nun untersucht und diskutiert werden sollen, ist dies der richtige Ansatz, so daß es keineswegs erbärmlich ist, wenn eventuell erst im Jahre 2006 die bis dahin erarbeiteten Lösungen in die Tat umgesetzt werden.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn sie die – nicht von mir, sondern in größerer Runde erarbeiteten – Überlegungen veröffentlichen könnten.

 

Für die Gemeinschaft Stadtbild Coburg e. V.

Dr. Hans-Heinrich Eidt

1. Vorsitzender