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Am 09.07.2017 verstarb unser 2. Vorsitzender Stefan Zapf im Alzter von 75 Jahren nach längerer Krankheit. Noch vor wenigen Monaten feierten wir mit ihm sein Jubiläum: 30 Jahre 2. Vorsitzender der Gemeinschaft.
Die Worte, die dabei f+r ihn gesprochen wurden, belegen seinen großen Wert für die Gemeinschaft und die Stadt Coburg.
ir werden ihn vermissen, aber nicht vergessen:

30 Jahre im Vorstand der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.

Architekt Stefan Zapf, geboren am 20.06. 1942, ist ein unermüdlicher Streiter für die Verschönerung der Stadt Coburg. Seit 1986, also seit nunmehr 30 Jahren, ist er der Zweite Vorsitzende der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e. V.

Stefan Zapf folgte auf den inzwischen leider verstorbenen Architekten Peetz, der seinen Vorstandsposten aufgegeben hatte, weil er sich im Gegensatz zu der vorherrschenden Meinung im Verein entschlossen hatte, den Bau einer großen Tiefgarage unter dem Schlossplatz zu befürworten und gegebenenfalls auch zu planen.

Zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Dr. Eidt, der die Verwaltungs -und finanztechnische Organisation der 1,5 Millionen DM Spende der Fa. BROSE in den 80er Jahren übernommen hatte, war Stefan Zapf für die architektonischen, bautechnischen und handwerklichen Aufgaben in diesem Programm engagiert. Viele Objekte, die mit diesem Sponsoring Programm unterstützt wurden, überwachte er persönlich im ständigen Kontakt mit den beschäftigten Handwerkern. Dabei können drei Objekte besonders hervorgehoben werden:

das Haus Pfarrgasse 1 und Ernstplatz 12 (Hexenturm). Bei beiden Gebäuden plante er die Gesamtrenovierung, suchte die Handwerker aus und besuchte die Baustellen regelmäßig bis zu ihrer Fertigstellung.

Und beim Haus Rosengasse 16 erreichte er durch seine Recherche im Archiv und die Beauftragung eines alt-erfahrenen Blechschmieds die Rekonstruktion der weitgehend kriegsgeschädigten Hausfassade, die Sandstein imitierte.

Besonders erwähnenswert ist bei all diesen Tätigkeiten, dass er stets ehrenamtlich, also ohne Kosten für den Verein handelte, was heutzutage keineswegs mehr üblich ist.

Über Jahre hinweg plante er die jährlichen Stadtbildfahrten zu Städten, in denen die Vereinsmitglieder die Aktivitäten anderer Denkmalschutz Vereine kennenlernen konnten, wobei er zur Freude der Teilnehmer auch ständig um deren leibliches Wohl bemüht war.

Regelmäßig hatte er ein offenes Ohr für Fragen von Hauseigentümer, denen er - wie immer ehrenamtlich – mit gutem Rat im Rahmen seiner Tätigkeit für Stadtbild Coburg zur Verfügung stand.

Bei den heute von Stadtbild in Angriff genommenen Renovierungsarbeiten, etwa am Haus Victoriastraße 10, bringt er stets sein fachliches Wissen mit ein. Sein besonderes Engagement richtet sich hier auf die Innenverkleidung und Dämmung der Außenwände durch eine Lehmbauweise, die vermehrt bei denkmalsgeschützten Bauten eingesetzt wird und eine ökologisch sinnvolle Auswirkung auf den Energiehaushalt haben soll.

Bei den Anträgen Coburger Bürger, die einen finanziellen Zuschuss aus der Volkmann/Stoschek-Spende zur Renovierung ihrer Häuser wünschen, entscheidet er im Team mit über den jeweils auszuzahlenden Betrag.

Und soweit seine Gesundheit es heute noch zulässt, betätigt er sich kenntnisreich als eine Art Hausmeister im Hexenturm, dem Sitz der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. , denn er kennt alle Bauteile, Anschlüsse und Schalteinrichtungen aus der Zeit, in der er die Sanierung beaufsichtigte.   

Stefan Zapf handelte immer nach dem Motto der Gemeinschaft Stadtbild Coburg:

Coburg zu- liebe,  Liebe zu Coburg.

Er hat sich 30 Jahre lang um den Verein und um Coburg verdient gemacht.