Viele Bayerische Vereine, die Mitglieder im Denkmalnetz sind, tagten in Fürth bei einem interessanten Programm.

Der Sprecher Haslauer stellte in seinem Einführungsvortrag die Arbeit des Netzes und seiner Mitglieder in den ersten 10 Monaten seines Bestehens vor. Er rief zur Mtarbeit auf, vor allem bei der Darstellung gelungener Sanierungen oder zu verhindernder Zertsörung.

Rechtsanwalt Fabian Gerstner berichtete über die rechtlichen Rahmenbe- dingungen für bürgerschaftliches Engagement bei dem aktiven Schutz der Denkmäler und Ortsbilder. Einen großen juristischen Erfolg erzielte er beim Kampf um einen Gutshof (die Entscheidung ist in voller Länge unter der Rubrik "Recht" nachzulesen). Wichtig: rechtzeitige Aufmerksamkeit, Fristwahrung und sachlich-höflicher Umgang mit den zuständigen Behörden, da die Mitarbeiter oft eine Meinung mit den Initiativen sind und dankbar für sachlich begündete Unterstützung.

Besonders wichtig war der Vortrag des Vorsitzenden der Altstadtfreunde Nürnberg, Herrn Karl-Heinz Enderle. Die Tätigkeit der Altstadtfreunde beschrieb er einerseits als echte Denkmalspflege, jedoch sah er auch einen großen Teil dieses Engagement in der Verbesserung des Ortsbildes. Er räumte aber auch die - falsche - Meinung aus, dass die Altstadtfreunde in Nürnberg Häuser für einen Euro kaufen und dann renovieren könnten. Die ersten Häuser am Unschlittplatz kauften die Altstadtfreunde nach langem politischen Streit, verkauften sie dann aber mit Renovierungsauflagen an Privatleute. Einmal erhielten sie ein Haus aus einer Erbstreitigkeit für einen Euro und snaierten auch dieses Haus so wie 14 andere, die sie sanierten und dann aber als Eigentümer behielten und vermieteten. Allerdings wies Herr Enderle darauf hin, dass diese Renovierungen niemals rentierlich waren, sondern einen Aufwand verursachten, der bis zum Drei- und Vierfachen höher lag als der wirtschaftliche Wert des sanierten Gebäudes.

Nach einer Stadtführung durch den Stadtheimatpfleger Dr. Alexander Mayer zum Thema "Brennpunkte der Denkmalspfege in Fürth gab Dr. Dieter Martin eien Sprechstunde im Denkmalsrecht und beantwortete Fragen der interessierten Teilnehmer.

Nach einer abschließenden regen Diskussion endete dieses interessante Seminar am frühen Abend.

Dr. Hans-Heinrich Eidt, 1. Vorsitzender

Es folgen einige Bildeindrücke aus der Innenstadt von Fürth.

      Tagungslokal zum Grünen Baum in Fürth Gustavstr. 34

eine unbefriedigende Fachwerksarbeit, da die Bohlen glatt gehobelt und nicht handwerklich bearbeitet sind. Auch die Verbindungen wurden mit Metallbolzen ausgeführt - die frühere Verschieferung war wohl besser.

 Kirchhof, Wohnhaus des Pfarrers

Aber auch hier in der Gustavstraße

gibt es noch renovierungsbedürftige Häuser

eine aufwändige Sanierung, aber

mit problematisch ausgeführten Fenstern, die leider in vielen der äuser in Fürth nicht überzeugen können.

   

Zwei schon einmal vor Jahren mit Denkmalsschutzmitteln sanierte Häuser, die nun von den Eigentümern nicht mehr benutzt werden und allmählich wieder verfallen - eine Aufgabe für die Untere Denkmalsbehörde, mit öffentlich-rechtlichen Auflagen eine Renovierung zu erzwingen.

 

 

 

 

denkmalnetzbayern veranstaltete am 10.11.12 ab 10.30 Uhr ein Herbsttreffen in Fürth, Gaststätte Grüner Baum , Gustavstr. 34. Bericht der Mitglieder der Stadtbildrunde, die das Seminar besuchten, das vor allem zu Rechtsfragen und der Praxis der Denkmalsvereine Vorträge brachte.